Jesus – das Licht der Welt (Johannes 8, 12)

Wir haben heute aus Johannes 8, das Wort Vers 12 auf Seite 121 in Ihren Bibeln. Vor einigen Monaten hatten wir die Geschichte, wie Jesus zu der Ehebrecherin sich stellt, die gesteinigt werden soll und direkt im nachfolgenden Vers spricht Jesus: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Ich kann mir kein armseligeres oder elenderes Unternehmen überhaupt in dieser Welt denken als das Werk der Weltmission. In den Kirchen gibt es viel Glanz, viel Macht und Geld. Mission war immer am Sterben, war immer ein ganz erschütternd mickriges Unternehmen. Der erste Missionar der Neuzeit Justinian von Welz ist hinausgezogen und er fand nicht einen einzigen, der hinter ihm stand. Die Theologen von Giessen haben ein Gutachten erstellt, dass die Weltmission gegen den Willen Jesu wäre und gegen das Wort der Bibel. Das sei nicht nötig. Das würde Gott ganz allein tun. Das sei Menschenwerk. Davor behüt uns lieber Herre Gott! Und wenn Sie es dann durch die Jahrhunderter weiter verfolgen, wenn Zinzendorf seine Boten geschickt hat. Wie hatte der eine gesagt, der nach Grönland sollte? Dann muss ich mir ja erst noch Schuhe besorgen! Und Sie müssen es einmal in den Tagebüchern lesen, Zinzendorf konnte nicht einmal seinen Missionsboten das Schiffsgeld, das Ticket bezahlen. Und dann kamen sie nach Amsterdam und warteten wie Gott die Tür öffnet, ob sie irgendwo einen Gratistrip kriegen. Und wie sie bei den Leuten gefragt haben, wo sie in Amsterdam schlafen könnten und schließlich auf dem Deich geschlafen haben in der kalten Nacht, weil sie kein Geld hatten für die billigste Herberge. Das ist Mission. Bei uns ist das ja alles sozial abgesichert, wir können uns diesem modernen Kram gar nicht mehr entziehen. Das will auch niemand ändern. Es wäre auch vermessen, wenn wir anders handeln würden, wo wir doch alle unsere eigenen Sicherheiten haben, die die wir ausschicken wenn auch mit einem Minimum an Sicherheit, aber ich denke an die vielen zehntausende der Missionare, die von den jungen Gemeinden in der dritten Welt ausgesandt sind, die gar nichts haben und gar nichts wissen, was werden wird. Vor ein paar Tagen war eine liebe Mitarbeiterin da aus Äthiopien, die noch einmal erzählt hat, wie da unter den Konso im Oktober im Süden Äthiopiens in einem wilden Stamm ein Evangelist erschlagen wurde. Da gibt es keine Witwenrente und keine Versorgung. Und sofort haben sie fünf andere gerade noch geweiht und eingesetzt: Ihr sollt Missionsboten Jesu sein! Ihr sollt hinausgehen! Das ist euer Auftrag! Zu den Unerreichten, die Jesus noch nicht kennen. Es ist ja auch ganz merkwürdig, dass die Kirchenorganisationen nie mit vollem Herzen Mission getrieben haben. Sie fanden immer ein Haar in der Suppe und haben das immer ein wenig umfunktioniert. Es ist auch gut so, denn eine Kirchenorganisation würde immer viel mehr Wert auf Mitgliederwerbung legen oder auf Glanzentfaltung. Und so waren es immer freie Freundeskreise, die Mission getrieben haben, weil ihnen das so wunderbar war, was Jesus ihnen geschenkt hat. Das wollten sie weiter tragen und weitergeben. Ich kann es Ihnen nicht erzählen, wie das war: Peter Cameron Scott, nur ein Beispiel. Vor knapp über hundert Jahren wollte er seinen Bruder, der Missionar war im Kongo, ihn besuchen, ihm zu helfen. Als er kommt, kann er gerade noch den Sarg zimmern und ihn beerdigen. Da geht er wieder zurück nach England und findet dort diese Grabplatte in der Westminster Abbey von Livingstone das Wort Jesu: Ich habe noch andere Schafe. Die will ich auch herführen. Das war die Berufung für ihn. Und dann zog er aus mit sechzehn Freunden nach Ostafrika. Und noch einmal: Wie elend, wie kümmerlich. Schon der Konsul in Mombasa hat ihnen nicht erlaubt zu missionieren. Wissen Sie, wie die Kolonialregierungen mit allen Tricks das zu verhindern wollten, dass Jesusboten in ihre Länder kommen. Ja natürlich, weil sie die dunklen Machenschaften der Kolonialmächte immer aufdecken. Mission und Kolonialmacht waren fast immer ein Spannungsverhältnis. Vierzehn Monate hat Peter Cameron Scott Zeit gehabt, dann war er tot. Und wenig später war von den sechzehn keiner mehr übrig geblieben. Und heute ist es die größte christliche Kirche in Ostafrika, hundert Jahre später, die Afrika-Inland-Kirche. Das ist Gottes Weg, wie er arbeitet. Peter Cameron Scott schrieb in sein Tagebuch mit letzter Kraft: Können wir den Menschen, die in der Finsternis sind, das Licht des Lebens vorenthalten? Also das ist jetzt zuerst meine Frage: Was ist die Kraft der Mission? Was ist ihre Durchschlagskraft? Nur ihr Zeugnis von Jesus. Nichts anderes. Mission lebt nicht von der Macht der Freunde, die hinter ihnen stehen; Mission lebt nicht von der Unterstützung und vom Geld. Es ist ein Geheimnis, dass das Jesus-Zeugnis Frucht wirkt. Heute ist ja bei uns gar kein Geheimnis. In allen christlichen Kirchen ist Mission ein Witzwort geworden, ein Spottwort. Natürlich, es war schon immer so. Es ist gar nicht neu. Mit dem Wort Missionar kann man alle spöttischen Witze und Bemerkungen verbinden. Das ist immer der Sache Jesu zueigen, dass die Menschen die Nase darüber rümpfen. Jetzt einmal Hand aufs Herz: Sind Sie denn so arg überzeugt, dass es unsere Pflicht ist den Ungläubigen um uns her Jesus zu bezeugen? Wir sind ja auch immer wieder stumme Hunde und reden nicht und bellen nicht, sondern schweigen. Und dann kommt immer schnell bei uns das Argument: Aber die anderen sind doch auch glücklich und zufrieden. Ist das die Frage, glücklich und zufrieden? Und dann kennen wir das ganze Problem, das klingt doch so arrogant, wenn ich den anderen Wahrheit vermitteln könnte. Das geht doch nicht. Ich will doch dem anderen seinen Glauben nicht absprechen. Der hat zwar eine andere Erkenntnis, eine andere Religion. Kann man denn einem anderen das so bringen. Also alle Gedanken, die auch in meinem Kopf sind, sprechen geben Mission. Ich verstehe alle Kritiker der Mission sehr sehr gut, die sagen, es sei arrogant und anmaßend, einem anderen den Glauben zu vermitteln. Nun Mission hat nie mit Machtmitteln gearbeitet. Im Mittelalter, wo die Kirche Zwangsmissionierung machte, das hat mit Mission nichts zu tun gehabt. Das hat auch mit der großen Missionsbewegung der letzten 300 Jahre nichts zu tun gehabt. Ich kenne auch kein Beispiel, wo mit äußeren Vergünstigungen Menschen geworben wurden. Das hebt ja gar nicht lang, wenn man Menschen ködert – das wissen Sie doch auch. Es muss ja aus dem Herzen kommen. Man muss die Bibel aufschlagen und im Wort Gottes hat man die richtige Basis auf einmal wieder. Und da steht so drin, dass man’s kaum zitieren will und man sich geniert, wenn man das bei uns so sagt. Was steht denn drin? Dass es keinen anderen Weg gibt zum Heil und keine andere Erkenntnis und so wie wir es am Sonntag gehabt haben, dass es keinen anderen Weg gibt. Wenn Sie Ihre Bibeln gerade dahaben; die Stelle ist mir ganz neu wieder wichtig geworden: 1. Korinther 10. Paulus klipp und klar, einfach und unkompliziert, Vers 20. Da spricht er von den anderen Religionen, was man opfert, das opfert man den bösen Geistern und den Dämonen und nicht Gott. Das kann nur der lebendige Gott tun, absprechen, dass diese Wege zum Heil führen. In den Religionen steht ein großes Erkennen. Wir wollen Religionen nie abwerten oder lächerlich machen oder verspotten. Das Evangelium sagt. Es gibt keinen Menschen und keine Erkenntnis, die uns vor Gott retten kann. Der einzige Name ist der Name Jesus. Es ist auch bei uns wenigen Menschen bewusst, wie andere Religionen überhaupt reden. Konfuzius hat Gott überhaupt nie gekannt, das wollte er auch nie. Der Buddhismus will gar nicht zu Gott leiten. Der Buddhismus will nur, dass die Erscheinung meines Ichs verschwindet im Unendlichen. Buddhismus will nicht zu Gott leiten. Es sind wichtige Erkenntnisse über die menschliche Existenz, die flüchtig ist. Aber das Entscheidende ist aber, wie kann man denn zu Gott kommen? Und dann haben Religionen ein großes Wissen um die Macht der Finsternis. Bei uns in Europa weiß man wenig von Teufel und Dämonen. Da müssen Sie einmal in die
Mythenwelt, auch in die Kunst, Bildnisse der Weltreligionen hineinblicken. Wenn Sie auf die Tempel sehen, mit diesen furchtbaren Fratzen und Gesichtern, und dann lassen Sie sich’s einmal von Menschen erzählen, wie ihr Leben von einer unheimlichen Angst vor einer schrecklichen Furcht vor der schwarzen Magie beherrscht wird. Die haben ja etwas von der Wirklichkeit der Welt erfasst. Und dann hören wir noch einmal die Berichte, wie ein Ludwig Nommensen zu den Bataks kommt und wie sie ihm ganz schnell sagen, wie er unter ihnen wohnt und versucht die Kontakte zu knüpfen. Da sagen sie zu ihm: Wir werden dein Leben auslöschen. Ein Zauberer versucht ihn zu vergiften. Und dann eines Tages machen sie dieses große Fest mit Zehntausenden von Menschen in der Ekstase und plötzlich spricht eine Prophetin – es gibt ja das alles im Heidentum, diese Prophetenstimme, ganz echt – die in Trance redet und sagt: Nun muss zur Versöhnung der Götter das Blut des weißen Mannes fließen. Und Nommensen ging trotzt aller Warnungen hin und er tritt ganz ruhig vor über zehntausend Speere der Kämpfer und sagt: Was ihr redet ist die Macht der Finsternis. Gott ist ein Gott der Liebe und will nicht, dass Blut fließt, weil er das Opfer gebracht hat. Und das war der Durchbruch bei den wilden Kopfjägern der Bataks. In dieser furchtbaren Todesangst lebten und einen um den anderen ermordeten und dann die Köpfe als Schmuckzeichen trugen ihres Sieges. Und auf einmal kommt das Evangelium: das Licht, das die Finsternis überwindet. Das ist so groß, dass Jesus das Licht ist. Mission war immer nur stark, wo sie wehrlos und kraftlos Zeugnis Jesu Christ war, ganz allein. Und er hat die Finsternis überwunden und hat Menschen verwandelt. Das ist immer wieder eindrucksvoll, wenn man das dann hört den Ländern wie dort bei den Nagas in Ostindien, die auch solche Kopfjäger waren, wie es auf einmal eine Befreiung gibt in einem Volk. Man spricht ja heute viel, dass man die Kultur zerstört. Ist es eigentlich schlimm gewesen, dass die Menschenfresser immer Menschen fressen? Oder hätte man die Kultur erhalten sollen? Die Angst im Totenkult und unheimlich viele magische Zauberriten, die die Menschen krank machen mit unreinem und schmutzigem Wasser? Es gibt ja heute noch Bücher, die der Mission vorwerfen, sie würde gegen die Beschneidung der Frau kämpfen. Wir wissen, welch ein Unheil das bringt über Millionen in Afrika heute, die letztlich aus der Finsternis kommt. Aber jetzt ist bei uns in Europa und in unserem eigenen Herzen genau so viel Finsternis. Darum ist Mission bei uns geboten. Und noch einmal: Mission ist keine organisatorische Frage, sondern ob wir Jesus das Licht bezeugen können, ob Jesus in unserem Leben diese Wandlungen gemacht hat, bei uns die Finsternis durchbrochen hat, die Finsternis meines Denkens, die Finsternis meines Hasses, meiner Ichsucht – durchbrochen hat und so hell hineinleuchtet. Jesus hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben. Hat er das? Dass durch uns andere Menschen auch dieses Licht entdecken können. Wenn wir heute immer davon reden, die Kultur müsse erhalten bleiben, stellen Sie sich einmal vor, wenn man die Kultur der alten Germanen erhalten hätte, gäbe es dann in unserer Welt eine moderne Wissenschaft, die diese Welt behandelt. Schon ein Massai in Afrika weigert sich Gemüse anzubauen, weil er sagt, er will der Mutter Erde nicht auf dem Bauch herumkratzen. Das ist für ihn eine göttliche Begegnung. Er hat gar keine Offenheit, die Erde als Erde zu nehmen und damit zu arbeiten. Das ist ja erst durch das Evangelium gekommen, die Befreiung aus all diesen Mythen, dass ich die Welt gebrauchen kann. Nur was jetzt so furchtbar ist in Europa: Wir haben Menschenrechte. Ich kann die Menschenrechte, die Geltung etwa der Gleichberechtigung aller Menschen nur durchs Evangelium von Jesus verstehen. In vielen Religionen gibt’s das nicht. Aber wir haben heute die ganzen Errungenschaften, soziales Denken, den Solidaritätsgedanken, die alle aufs Evangelium zurückgehen, aber haben das Licht, dass das alles geschaffen hat, vergessen, das Licht Jesus. Und unsere Kultur braucht dieses Licht, denn sonst werden all diese Errungenschaften für uns wieder unheimliche Dinge, wenn wir sie nicht wieder vom Licht Jesu her sehen und anwenden können. So wie eine reine Humanität ohne Jesus sehr schnell in die Bestialität führt. Die herrliche Erkenntnis, was das Humanum ist, kann ich nur durchs Evangelium sehen, was ein Mensch bedeutet. Was ist die Kraft der Weltmission? Das Licht, das leuchtet. Und jetzt das andere: Die Finsternis kämpft dagegen. Das wird im Evangelium immer gesagt: Die Finsternis, die hat’s nicht begriffen oder man kann vielleicht sagen, die hat’s sofort begriffen, was los war. Darum hat sie sich gegen das Licht gestellt. Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie schlafen und plötzlich blinzelt Ihnen einer mit einer strahlend hellen Lampe in die Augen? Das ist ärgerlich. Da wacht man auf. Da zuckt man zurück. Da will man sich die Augen zuhalten. Man will im Finsteren bleiben. Es gehört zur Weltmission, dass alle Widerstände mobil sind und der Teufel alles alarmiert gegen die Weltmission. Vor vielen Jahren als wir an einer Missionarskonferenz von Indianermissionaren waren, da lag eine junge Mutter im Sterben und sie holten mich noch vor dem Frühstück. Wir sollten noch einmal beten. Und wie ich sehe, wie der Zustand dieser Frau ist, sagte ich: Da müsst ihr schnell den Notarzt holen und die Frau ins Krankenhaus bringen. Und ihr Mann war Arzt. Und der lag auf den Knien und sagte: Wir wissen, was das für Mächte sind: das ist kein medizinischen Phänomen, das sind dunkle Mächte. Die Mutter wurde gesund. Und sie sagten: Wir kämpfen Tag für Tag mit unheimlichen Hindernissen. Deshalb brauchen Sie sich auch nicht wundern, wenn böses Gerede über Missionen entsteht und wenn manches Verächtliche gesprochen wird. Ich habe das oft auch erlebt. Hier in unserem Land: Wenn Menschen die ersten Schritte mit Jesus gingen. Und auf einmal kamen andere und die haben ihr gesagt: Was, du lässt dich dort beeinflussen? Und dann kamen ein paar böse Worte und dann wurden die Jungbekehrten unsicher und dann wurden sie in manche Bräuche wieder hineingeführt. Ich denke an eine junge, psychisch etwas labile Frau. Und da hat einer aus der christlichen Gemeinde gesagt: Lass dich doch von diesen Pietisten nicht so beeinflussen. Sie zog in eine Wohngemeinschaft, wurde schwanger, musste abtreiben und versank zum Schluss in völliger Dunkelheit, Selbstvorwürfen. Das kann einen so bitter machen: Warum hat die Finsternis so viel Raum in einem Menschen, der so wunderbar einmal das Licht sah, so fröhlich sein Christsein lebte? In der Apostelgeschichte wird erzählt, wie der Paulus nach Zypern kam und der Landpfleger dort das Evangelium von Paulus hören will. Und da ist ein Zauberer. Das waren diese Magier, die dort gehalten wurden an den Höfen. Und der hat das verhindern wollen. Und Paulus tritt auf ihn zu und sagt: Du sollst blind sein. Der Herr straft dich. Wir haben nicht die Vollmacht, andere Menschen so zu strafen wie es Paulus konnte. Aber wir müssen wissen: Das ist ein großer Geisteskampf, der angebrochen ist in dem Augenblick wo einer sich Jesus zuwendet und das Heil erkennt. Da ist in der Hölle Großalarm. Und deshalb braucht es viel Sorgfalt und viel Fürbitte, um Menschen dort auch zum Durchhalten zu bewegen. Wir wollen hinter unseren jungen Leuten stehen, wenn sie die ersten Schritte im Glauben gehen. Wir wissen welche Einflüsse dann kommen, von ihren Kameraden. Und wie schwer das oft ist, wenn man allein seinen Weg geht, weil die Finsternis alles tut, um das zu verhindern. Die Finsternis hat’s nicht begriffen. Sie wollte es nicht begreifen, was das Licht ist. Das Licht Jesus, das scheidet ja Licht und Finsternis. Wir vergleichen das Licht gern mit der Sonne, aber im Schöpfungsbericht heißt es: B
evor Gott die Sonne geschaffen hat, hat er Licht und Finsternis geschieden, dass überhaupt ein Mensch wieder erkennt, was gut und was böse ist, was recht und unrecht ist, was wahr und was unwahr ist. Und das ist ein Prozess, wo man sich zunächst dagegen sperrt, wenn das Wort uns trifft und dieses aufdeckt. Aber es ist herrlich, wenn dieses geschieht. Und wir wünschen uns das. Wir wünschen uns auch wieder unruhige Zeiten, wo wir in diesen Kampf um die Vormacht der Geister hineingerissen werden.

Jetzt bloß noch ein Letztes: Lass doch das Licht Jesu hell leuchten! Wenn man die Kirchenfenster oft sieht, mit ihren Farben und dann, wenn man dahinter eine Lampe stellt oder wenn gar die Sonne durchleuchtet, wie auf einmal die Farben anfangen zu leuchten. So ist es ja bei uns auch. Es wäre immer ein Missverständnis, wenn man meint: Ich müsste leuchten. Es gibt bei Christen immer wieder die Verkrampfung, die dann etwas Frommes als Theater vorspielen wollen. Das ist ja nicht gemeint. Herr, lass durch meine menschliche Schwäche hindurch, durch meine Prägung hindurch, dein Licht leuchten. Und dann ist es eine ganz wunderbare Vielfalt: Frauen und Männer, Alte und Junge, so Veranlagte mit ganz verschiedene Ansichten: Durch alle scheint das helle Licht Jesus hindurch. Darum gibt’s eine große Vielfalt unter Christen. Und keiner braucht den an deren kopieren. Aber dieses Licht, das durchleuchtet, macht das so schön. Ich bin immer traurig, wenn manche meinen: Christentum würde Uniformierung bedeuten. Nein, überhaupt nicht. Vielfalt der Formen und der Ansichten und der Meinungen. Und das betrifft auch die Völker und die Nationen. Die denken anders als wir, die haben andere Eigenarten. Aber da wo Jesus hindurch leuchtet und das Böse und Sündige weggenommen wird, so ist es eine ganz wunderbare Vielfalt. Es ist immer ein ganz persönliches Geschehen, dass Jesus uns erleuchtet, dass ich das Licht Jesus entdecke, in meinem Leben breche mit der Finsternis. Da steht da vom Wandeln. Das heißt doch herumlaufen, spazieren gehen im Licht Jesus. Ich erlebe auf einmal: Wie ist das, wie sind meine Ansichten mit Jesus über diese Welt und über das Geld und über meinen Beruf und über die Mitmenschen? Und ich entdecke immer mehr vom Licht und lasse dieses Licht durch mein Leben hindurch leuchten. Es wird erzählt als Mose von dem Berg Sinai kam, dass die Leute sein Angesicht nicht anschauen konnten. Was war denn das für ein Glanz? Es war nur das Widerspiegeln des Lichtes. Und je mehr wir im Licht leben, umso werden wir Kinder des Lichts, wird das Licht uns durch und durch prägen. Und nun kann man eben nicht Missionsdienst machen, ohne selbst im Licht zu stehen. Das ist auch für unsere Missionsmitarbeiter die schwerste Anfechtung, weil man oft auf einsamem Posten steht, da ist die Ehe etwas angekränkelt und etwas spannungsreich oder mit den Kindern sind die Probleme riesengroß. Es kommt zum Streit mit den Mitarbeitern. Ich werde in dem Augenblick unbrauchbar, wenn ich mich das Licht nicht dauernd reinigt und heiligt und in den Dienst nimmt. Ich kann nicht predigen und von dem Licht Zeugnis ablegen, wenn ich nicht selber dieses Licht lebe und habe. Wir haben die Jahreslosung, die uns soviel Mut macht, wo Jesus sagt: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden und ich bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Und da wird ganz vergessen, dass diese Gegenwart Jesu versprochen ist gerade da, wo wir eine bekennende, weltweit missionierende Gemeinde sind, die das Zeugnis Jesu weiter tragen. Und noch einmal: Dann können wir sagen: Verwechsele das nicht. Bei uns gibt es viele menschliche Eigenheiten, die noch nicht weggeputzt sind und viel auch was uns stört, aber blick doch auf dieses Licht Jesus, das uns so fasziniert. Und dass wir in unserem Leben als die große Erneuerung und Wende erlebt haben, das war Jesus wichtig. Mit seinem Kreuzestod hat er ein Testament uns hinterlassen, dass alle Menschen, die Kraft seiner Erlösung erfahren. Zu einer Erlösung für viele. Es ist ein Verbrechen, dass die Christen das für sich behalten und im eigenen Saft schmoren. Die Erlösung Jesu muss in der Welt bekannt werden. Ich habe es oft nicht verstehen können, warum Gott diesen Auftrag uns anvertraut hat, wo wir doch so nachlässig damit umgehen. Es wäre wirklich besser gewesen, er hätte selbst es getan oder seine Engel beauftragt. Er hat es in die Hände seiner Nachfolger, seiner Jünger gelegt. Und das ist Mission so schlecht aufbewahrt worden. Es ist das Bekennen des Lichtes Jesu vor denen, die noch nichts davon wissen. Mit der Auferstehung, mit der Himmelfahrt noch einmal ganz deutlich der Befehl: Geht hin in alle Welt und verkündigt das allen Menschen. Nun heißt das nicht bloß, dass man in ferne Länder geht, aber das heißt, dass wir hier reden. Dass wir Menschen das in aller Freude bezeugen und weitersagen.

Es wird im nächsten Jahr fünfzig Jahre her sein, dass unser Kirchgebäude eingeweiht wurde. Und mit dem möchte ich schließen. Ich habe Ihnen immer wieder erzählt, dass Prälat Karl Hartenstein hier einen Vortrag anlässlich der Einweihung unserer Kirche vor neunundvierzig Jahren gehalten hat, der mir so programmatisch ist, wo er das auch so deutlich sagt, dass es keine andere Existenz mehr gibt für eine christliche Gemeinde in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg als eine missionarische Gemeinde. Wo er den Mut hatte 1950 offen zu sagen, dass Israel das Zeichen der Weltmission sei, die Sammlung Israels. Aber dann redet er sehr ernst von der Kraft des Antichristen. Und er sagt: Ihr dürft euch in Württemberg nicht täuschen, aber die Zeiten sind unwiederbringlich vorbei, wo das Christentum die Gesellschaft beherrscht. Es steigt in dieser Generation eine neue Zeit herauf, nicht eine heidnische – die Geschichte geht nie zurück – , sondern es wird eine antichristliche Zeit sein, wo die Gemeinde der Zukunft lebt. Die erste Welle ging über uns im dritten Reich hinweg, die zweite Welle bereitet sich vor. Er kam ganz stark von dem Denken her, des antichristlichen Denkens in Europa. Und dann spricht er davon, wie der Mensch sich an die Stelle Gottes setzt und sich selbst erlöst und Gott nicht mehr braucht, wo die Kirchenüberflüssig werden und dann sagt er: Die Urgemeinde hat sich einst versammelt als eine lebendige Gemeinde im Angesicht der römischen Herrscher von Nero über Trajan bis Decius und Diokletian, die damals nichts anderes wollten als Gemeinde Jesu ausrotten. Und gerade in dieser Zeit hat Gott das schönst Wachstum geschenkt. Und nun lese ich einfach: Mich dünkt, je mehr das Dach des großen Christentums abgedeckt und die Zeit dieses christlichen Abendlandes zu Ende geht, umso mehr kann Gott uns wieder das Geheimnis der wahren Christusgemeinde schenken. Es war der Wunsch des Prälaten auf dieser Kanzel. Das heißt: Jetzt Christ sein, nicht einfach in der Tradition unserer Väter als selbstverständliche Sitte und Erbgut. Jetzt heißt Christsein wieder, den Sprung wagen, von dem Ludwig Hofacker in jeder Predigt sprach: Die persönliche Christusentscheidung und die persönliche Christusnachfolge, es wird – und davon ist auch diese neu erbaute Kirche ein Zeichen – es wird in einer antichristlichen Welt wieder Kirche Christi geboren. Senkrecht und nüchtern als die Gemeinde der Christusgläubigen. Mich dünkt, dass in diesem Augenblick, da das christliche Abendland zu versinken beginnt, Gott uns neu das Geheimnis der Christusgemeinde sehen lässt und schenken wird in aller Schwäche, in aller Ohnmacht. Ich freue mich so, dass Gott uns die Erfüllung dieser Verheißung auch hat sehen lassen auch an diesem Platz. Und dann wird niemand das auslöschen können, wo wir nur dies Eine sein wollen, dass Christus Menschen erleuchten kann. Amen.

Winrich Scheffbuch

06.01.1999

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Das ist die 2 Form

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St. Jesus

AD/CE),[2] also known as Jesus of Nazareth, is the central figure of Christianity, and is also an important figure in several religions. He is also called Jesus Christ, where “Christ” is a title derived from the Greek Χριστός (Christós), meaning the “Anointed One,” but corresponds to the Hebrew-derived “Messiah“. The name “Jesus” is an Anglicization of the Greek Ίησους (Iēsous), itself a Hellenization of the Hebrew יהושע (Yehoshua) or Hebrew-Aramaic ישוע (Yeshua), meaning “YHWH rescues”Je

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Neues Testament

„Jesus Christus“ ist im NT ursprünglich ein zum Namen konzentriertes Glaubensbekenntnis. Es setzt sich aus Jesus, der Gräzisierung des hebräischen Vornamens ישׂוּע (Jeschua), und Christus, der Latinisierung von Χριστός (Christós), der griechischen Übersetzung des hebräischen Titels משׂיח Maschiach (= Gesalbter; eingedeutscht Messias) zusammen. Die Verbindung des hebräischen Vornamens mit dem griechisch-lateinischen Titel ist als griechischer Nominalsatz ohne Verb bereits die wesentliche urchristliche Glaubensaussage: „Jesus ist der Messias“.

Simon Petrus ist im NT der erste der Jünger Jesu, der bekennt (Mk 8,29 EU): Du bist der Christus! (“Σὺ εἶ ὁ χριστός”) Diese erstmalige Aussage kann als Geburtsstunde des Christentums gelten. Der Messias ist nach christlichem Verständnis also identisch mit Jesus von Nazaret; im Christentum gibt es keinen weiteren Gesalbten.

Die Bekenntnisformel „Jesus [ist der] Christus“ findet sich bei sämtlichen Autoren des NT, was auf ihr hohes Alter und ihre Bedeutsamkeit für das frühe Christentum schließen lässt. Ob sie schon zu Lebzeiten Jesu entstand und ob der historische Jesus selbst sich für den Messias hielt, ist in der Leben-Jesu-Forschung jedoch stark umstritten. Jedenfalls lässt sich die Formulierung mit großer Wahrscheinlichkeit bis zur Jerusalemer Urgemeinde zurückführen und ist integraler Bestandteil des urchristlichen Kerygmas (vgl. Apg 5,42 nach der revidierten Elberfelder Bibel: …und sie hörten nicht auf, … Jesus als den Christus zu verkündigen.). Das christliche Glaubensbekenntnis lässt sich somit nur noch als Geschichte dieser Person nacherzählen (narrativ) und so verkünden (kerygmatisch).

Indem der im Judentum vorgeprägte Messiastitel in der griechischen Sprache auf Jesus allein bezogen und von den Christen nur noch in Verbindung mit dieser Person benutzt wurde, entwickelte sich „Jesus Christus“ faktisch zum Eigennamen. Schon die erste Generation der Christen hat die Bekenntnisformel im Sinne eines Jesus von Gott verliehenen Ehrennamens verstanden (vgl. Phi 2,9 EU), was auch die frühe Taufformel „im Namen Jesu Christi“ (Apg 2,38 EU) nahelegt. Zu diesem Namen werden sich nach urchristlichem Verständnis eines Tages „alle Zungen im Himmel und auf Erden bekennen“ (Phi 2,11 EU).

The main sources of information regarding Jesus’ life and teachings are the four canonical Gospels of the New Testament: Matthew, Mark, Luke, and John. Most scholars in the fields of history and biblical studies agree that Jesus was a Galilean Jew, was regarded as a teacher and healer, was baptized by John the Baptist, and was crucified in Jerusalem on orders of the Roman Governor Pontius Pilate under the accusation of sedition against the Roman Empire.[3][4] Few critical scholars believe that all ancient texts on Jesus’ life are either completely accurate[5] or completely inaccurate.[6]

Christian views of Jesus (see also Christology) center on the belief that Jesus is the Messiah whose coming was promised in the Old Testament and that he was resurrected after his crucifixion. Christians predominantly believe that Jesus is God incarnate, who came to provide salvation and reconciliation with God. Nontrinitarian Christians profess various other interpretations regarding his divinity (see below). Other Christian beliefs include Jesus’ Virgin Birth, performance of miracles, fulfillment of biblical prophecy, ascension into Heaven, and future Second Coming.

In Islam, Jesus (Arabic: عيسى, commonly transliterated as Isa) is considered one of God’s most beloved and important prophets, a bringer of divine scripture, a worker of miracles, and the Messiah. However, Muslims do not share the Christian belief in the crucifixion or divinity of Jesus. Muslims believe that Jesus’ crucifixion was a divine illusion and that he ascended bodily to heaven. Most Muslims also believe that he will return to the earth in the company of the Mahdi once the earth has become full of sin and injustice at the time of the arrival of Islam’s Antichrist-like Dajjal.

Chronology

Main article: Chronology of Jesus

The most detailed accounts of Jesus’ birth are contained in the Gospel of Matthew (probably written between 65 and 90 AD/CE),[7] and the Gospel of Luke (probably written between 65 and 100 AD/CE).[8] Scholars debate over the details of Jesus’ birth, and few claim to know the exact year or date of his birth or death.

The nativity accounts in the New Testament gospels of Matthew and Luke do not mention a date or time of year for the birth of Jesus. In Western Christianity, it has been traditionally celebrated on December 25 as Christmas (in the liturgical season of Christmastide), a date that can be as early as 330 among Roman Christians. Before then, Jesus’ birth was generally celebrated on January 6 as part of the feast of Theophany,[9] also known as Epiphany, which commemorated not only Jesus’ birth but also his baptism by John in the Jordan River and possibly additional events in Jesus’ life. (Many today in Eastern Christianity celebrate Christmas on January 7 because they continue to use the Julian calendar, in December 25 corresponds to January 7 on the Gregorian calendar now in common usage.) Some scholars note that Luke’s descriptions of shepherds’ activities at the time of Jesus’ birth suggest a spring or summer date.[10] Some scholars[specify] speculate that the December 25th date of the celebration derived from a Christian opposition to or absorption of the cult of the unconquered sun (Sol Invictus) promoted by Roman emperors in the third century in their efforts to establish a new imperial religion. The pope, Benedict XVI, has challenged this theory, arguing that a December 25th date was determined simply by calculating nine months beyond March 25th, regarded as the day of Jesus’ conception (the Feast of the Annunciation).[11]

In the 247th year during the Diocletian Era (based on Diocletian’s ascension to the Roman throne), Dionysius Exiguus attempted to pinpoint the number of years since Jesus’ birth, arriving at a figure of 753 years after the founding of Rome. Dionysius then set Jesus’ birth as being December 25 1 ACN (for “Ante Christum Natum,” or “before Christ (was) born”), and assigned to the following year “AD 1″, “Anno Domini 1″, which translates as “in the year of Lord“, establishing the system of numbering years from the birth of Jesus. The system was created in the then current year 532, and almost two centuries later it won acceptance and became the established calendar in Western civilization.

It is hard to date Jesus’ birth because some sources are now gone and over 1,900 years have passed since the Gospels were written; however, based on a lunar eclipse that the first-century historian Josephus reported shortly before the death of Herod the Great (who plays a role in Matthew’s account), as well as a more accurate understanding of the succession of Roman , Jesus’ birth would have been before the year 3 BC/BCE.

The Gospel of Luke and the Gospel of Matthew both place Jesus’ birth under the reign of Herod the Great. Luke describes Jesus’ birth as occurring during the Roman governorship of Quirinius, and involving the first census of the Roman provinces of Syria and Iudaea. Josephus places the governorship of Quiri, and a census, in 6 AD/CE (which Luke refers to in Acts 5:37), long after the death of Herod the Great in 4 BC/BCE. Hence, debate has centered on whether or not the sources can be reconciled by asserting a prior governorship of Quirinius in Syria, or if an earlier census was conducted and, if not, which source to consider in error.[12]

The date of Jesus’ death is also unclear. The Gospel of John depicts the crucifixion as directly before the Passover festival on Friday 14 Nisan (called the Quartodeciman), whereas the synoptic gospels (except for Mark 14:2) describe Jesus’ Last Supper as the Passover on Friday 15 Nisan; however, some scholars hold that the synoptic account is harmonious with the account in Jo.[13] Further, the Jews followed a lunisolar calendar with phases of the moon as dates, complicating calculations of any exact date in a solar calendar. According to John P. Meier‘s A Marginal Jew, which takes into consideration the procuratorship of Pontius Pilate and the dates of the Passover in those years, Jesus’ death was probably on April 7, 30 AD/CE or April 3, 33 AD/CE.[14]

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